Klickpedale – Pro und Contra

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Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass man hauptsächlich eines braucht, um Klickpedale richtig und sicher zu beherrschen: Erfahrung.

Wenn man gerade eben die Möglichkeit hat, sollte man Klickpedale an ein altes, schrottreifes Rad hängen und Sturzversuche unternehmen. Zunächst nur im Stand, dann später ggfs. bei leichter Fahrt. Ich hatte den Luxus einer zusätzlichen Unterlage. So teuer sollte eine alte Matratze nicht sein, und ein schrottreifes Fahrrad hat nahezu jeder irgendwo im Keller herumstehen. Wenn man die Kosten für ein modernes Rennrad, Klickpedale und entsprechende Schuhe nicht scheut, sollte es das einem auch Wert sein – nicht nur zeitlich. Es ist nicht zuletzt eine werterhaltende Maßnahme. Klickpedale und die Halterungen an den Schuhen lassen sich zwar nur schwer verbiegen oder kaputtmachen – mit etwas bösem Willen und zu viel Kraft ist dies aber auch möglich.

Schon das richtige Aufsteigen und Einführen ist eine Kunst für sich. Man sollte dies im Schlaf beherrschen. Nichts wäre bei einer rasanten Abfahrt oder einem Berganstieg schlechter, als nach unten blicken zu müssen oder den Fuß einfach nicht wieder einfädeln zu können. Ebenso ungeschickt sieht es aus, wenn man bei einem Stillstand oder nach einem Bremsmanöver einen ‘hüpfenden, einbeinigen Storch’ macht, nur weil man den Fuß nicht aus dem &’$%! Pedal bekommt. Den Spitznamen ‘Ian’ (Ian Anderson von Jethro Tull spielte oft auf einem Bein Flöte) wird man dann nur noch schwer los. Ich hoffe, dass passiert mir demnächst nicht bei unserem Fahrrad-Trip nach London. Hat hier jemand vielleicht noch Tipps für die berühmten London Sehenswürdigkeiten?

Einem geübten Fahrer bieten Klickpedale mehr Unterstützung beim Fahren, vor allem in der Aufwärtsbewegung des sonst passiven Beins. Man kann sozusagen das Pedal ein wenig mit ‘hochziehen’, während das anderen Bein gerade unter voller Belastung herunter drückt. Es gibt jedoch nur einen indirekten Sicherheitsgewinn. Selbst wenn man es gut beherrscht, kann es immer noch dazu kommen, dass das Pedal weiterhin am Fuß ‘haftet’ – und dann wird es richtig schmerzhaft.

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